Konzeption

Wir, die Mitarbeiter*innen der katholischen Kindertagesstätte Heilig Kreuz, sehen unsere Rolle als pädagogische Fachkräfte in erster Linie darin, Wegbegleiter*innen für die Kinder zu sein.
„In der religiösen Begleitung von Kindern und Familien in Glaubens- und Lebensfragen gestalten die pädagogischen Mitarbeitenden Begegnungen und Lernprozesse auf der Grundlage, dass Leben-Lernen und Glauben-Lernen miteinander verbunden sind.“ (2019, KTK Bundesrahmenhandbuch, QB 5, Seite 1)
Wir akzeptieren die individuelle Persönlichkeit eines jeden Kindes und ermutigen es, seine Fähigkeiten weiterzuentwickeln und seine Schwächen anzunehmen.
Wir vermitteln jedem Kind, dass es ein wichtiger und gleichwertiger Teil unserer Gesellschaft ist und dass es sich entsprechend seinem eigenen Tempo entwickeln und integrieren darf.
„Religiöse Bildung und Erziehung sind fester Bestandteil im Bildungskonzept, das dem Eigenwert sowie dem Zusammenwirken religiöser Bildung und Erziehung in den unterschiedlichen Bildungsbereichen und Betreuungsangeboten gerecht wird.“ (2019, KTK Bundesrahmenhandbuch, QB 1, Seite 2)

Einrichtung

Unsere Kindertageseinrichtung liegt in Bergen-Enkheim, einem der östlichen Stadtteile Frankfurts. 
Seit 1972 bieten wir als einzige katholische Kindertagesstätte den Familien des Stadtteils eine verlässliche, werteorientierte und christliche Begleitung. Die Familien, die uns besuchen, sind multikulturell und aus allen sozialen Schichten.

In unserer Kindertageseinrichtung werden insgesamt 102 Kinder in fünf geschlossenen Gruppen von ca. 20 pädagogischen Mitarbeiter/innen betreut. 
Eine der fünf Gruppen ist für Kinder von einem bis drei Jahren geöffnet. 

Wir haben 10 Stunden täglich durchgehend geöffnet, 90% unserer Kinder werden ganztags betreut. 

Wir bieten Integrationsplätze an. 
Eine der vier Kindergartengruppen ist eine integrierte Waldgruppe, die jeden Vormittag im nahegelegenen Enkheimer Ried verbringt.

Was brauchen die Kinder heute?

Sie brauchen sicherlich nicht noch mehr Spielzeug. Die meisten Kinderzimmer quellen über davon… Sie brauchen die Erfahrung, dass „weniger mehr“ sein kann, dass Kreativität sich dort entwickelt, wo das Vorgefundene einfach auf sie wirken kann.
In einer Welt der schnellen Bilder, der Reizüberflutung, der Unruhe brauchen Kinder nicht noch mehr Zerstreuung, noch mehr Abwechslung… Sie brauchen Raum für stilles Beobachten, aufmerksames konzentriertes Spiel oder auch versunkenes Träumen.

In einer Zeit der vollen Terminkalender, der Hektik und der zielgerichteten, geplanten Angebote brauchen Kinder nicht noch mehr „Action“, noch mehr Termindruck… Sie brauchen Freiräume für selbstgestaltetes, sich entwickelndes Spiel, bei dem sie ihre Spielpartner frei wählen dürfen und bei dem Zeit so reichlich vorhanden ist, dass sie wie im Fluge vergehen kann.

In einer Gesellschaft, in der zunehmend jeder sich selbst der Nächste ist, in der Leistung das oberste Gebot ist und nur der etwas gilt, der seine Ellbogen einsetzt, um sich durchzuboxen, brauchen Kinder den Raum, Verantwortungsgefühl und Rücksichtnahme zu entwickeln.

Kinder brauchen Raum sich auszuprobieren, Körpergefühl zu entwickeln, ihre eigenen Grenzen zu erfahren und an ihnen zu rütteln, Raum zum Klettern, Rennen, Springen, Balancieren. Möglichkeiten dazu bietet der Wald in vielfältiger Weise. „Auch wenn die Bedeutung von Bewegung für Lernprozesse mit zunehmendem Alter abnimmt, kann ihre Wichtigkeit bis zum Erreichen des Schulalters nicht hoch genug eingeschätzt werden. (…) Die Bedeutung der Bewegung für den Aufbau eines positiven Selbstkonzepts und für die Zunahme an psychischer Stabilität sowie sozialer Kompetenz ist mittlerweile allgemein anerkannt.“ (Schönrade / Pütz, 2004, 22f)

Kinder wollen die Welt mit allen Sinnen erfahren und lernen, am nachhaltigsten über das eigene Erleben und die Erfahrung aus erster Hand.


Wollen wir Kindern vermitteln, dass die Umwelt, in der sie aufwachsen, etwas Schützenswertes ist, so gelingt auch dies nur in der unmittelbaren Begegnung mit Natur, mit Tier- und Pflanzenwelt.


„Das Kind lernt, Umwelt mit allen Sinnen zu erfahren und sie als unersetzlich, aber auch verletzbar wahrzunehmen. Es entwickelt ein ökologisches Verantwortungsgefühl und ist bemüht, auch in Zusammenarbeit mit anderen, die Umwelt zu schützen und sie auch noch für nachfolgende Generationen zu erhalten.“ (2014, HBEP, S. 86)

Gruppen

Unsere Kindertageseinrichtung bietet den Familien des Stadtteils 98 Plätze, davon 10 für Kinder im Alter von 1 bis 3 Jahren und 88 für Kinder im Alter von 3 Jahren bis zum Schuleintritt. Sämtliche Gruppen sind geschlossen und altersgemischt.
Kindergarten: jeweils 22 Kinder mit 3 bis 4 Erzieher/innen

Unsere fünf Gruppen

Religiöse Bildung

„In katholischen Kindertageseinrichtungen wird der explizite religionspädagogische Auftrag umgesetzt.“
(KTK-Gütesiegel Bundesrahmenhandbuch, QB Glaube, Anforderung 2)
Als katholische Kindertagesstätte sehen wir als eine unserer Aufgaben die Vermittlung religiöser Grunderfahrungen und das Erleben christlichen Miteinanders.

Dies erfolgt unter anderem durch:

• Monatliche Gottesdienste
• Feste im Kirchenjahr
• Tischgebete, biblische Geschichten, Rollenspiele, religiöse Lieder
• Regelmäßige Katechesen
• Gute Kooperation mit der Kirchengemeinde
• Religionspädagogische Angebote

Zum Alltag in unserer Kindertageseinrichtung gehört ebenfalls die Vermittlung christlicher Werte.

• Wertschätzung und Achtung allen Menschen gegenüber
• Gewaltfreie Kommunikation und Auseinandersetzung
• Nächstenliebe und Respekt
• Achtung vor Natur und Umwelt

„Jedes Kind wird in gleichem Maße angenommen. Es wird nicht nach Junge oder Mädchen, arm oder reich, gesund oder krank oder nach kulturellem Hintergrund bewertet. Alle Kinder werden unterstützt, sich mit ihren Stärken und Schwächen selbst anzunehmen.“ (nach Leitlinien für die religionspädagogische Arbeit in den Tageseinrichtungen für Kinder im Bistum Fulda)

Auch Familien aus anderen Kulturen besuchen unsere Kindertagesstätte. Wir stehen ihren Traditionen und Lebensvorstellungen offen und interessiert gegenüber, erwarten aber ebenso die Bereitschaft an unseren christlichen Ritualen und Festen teilzuhaben.

Integration

Es gibt in unserer Kindertageseinrichtung die Möglichkeit, Kinder mit Beeinträchtigungen zu betreuen mit dem Schwerpunkt der sozialen Integration.

„Alle Kinder erhalten eine ihrer individuellen Situation angemessener Unterstützung und Förderung. Das gemeinsame Spielen und Lernen von Kindern mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen wird als Möglichkeit erfahren, miteinander in Kontakt zu treten. Das Kind erkennt diese Unterschiede als Bereicherung und Chance, von anderen zu lernen. Es lernt, andere Kinder in ihrer Individualität zu sehen und zu respektieren. Es erwirbt die Fähigkeit, Hilfe anzubieten sowie anzunehmen.“ (2014, HBEP, S. 55)

Durch den erhöhten Betreuungsbedarf sind die Gruppen mit Integrationsmaßnahmen maximal mit 20 Kindern belegt.
Gleichzeitig stehen der Kita pro bewilligter Integrationsmaßnahme 15 zusätzliche Fachkraftstunden zur Verfügung, um den erhöhten Förderbedarfen der Kinder und Familien besser gerecht werden zu können.

Um den Bedürfnissen der Kinder mit Beeinträchtigungen und ihren Eltern gerecht zu werden, besuchen die pädagogischen Fachkräfte regelmäßig Fortbildungen außer Haus. Es besteht Kontakt zum Arbeitskreis Integration und zu verschiedenen Institutionen für Frühförderung, Logopädie, Ergotherapie und anderen Therapeuten. Der Austausch mit den Erziehungsberechtigten und Therapeuten ist uns sehr wichtig.

Die Integrationsmaßnahme für ein Kind wird von den Eltern in Zusammenarbeit mit der Kindertageseinrichtung und deren Träger beantragt, das Stadtschulamt und das zuständige Sozialrathaus sind ebenfalls in das Verfahren eingebunden. Gern geben wir Ihnen dazu Auskunft und Hilfestellung.
Grundsätzlich kann jedes Kind in unserer Kita betreut werden, wenn wir den Anforderungen an Förderung und optimale Betreuung des Kindes genügen. Wir unterstützen die Eltern bei der Suche nach Therapeuten und Fördereinrichtungen.

Seit vielen Jahren betreuen wir Kinder mit besonderem Förderbedarf, sie sind stets in den Gruppenalltag und das soziale Miteinander integriert, fühlen sich offensichtlich wohl und können ihrem Entwicklungsstand entsprechend lernen und spielen.

Verpflegung

Frühstück
• Hotzenplotzgruppe im Wald (selbst mitgebracht)
• Andere Kindergartengruppen im Raum der Hotzenplotzgruppe von 8.30 bis 10.00 Uhr (selbst mitgebracht)
• Kleine Hexen 9.00 Uhr gemeinsames Frühstück

An besonderen Anlässen oder Festen gibt es auch im Kindergarten manchmal ein gemeinsames Frühstück.

Mittagessen
• Lieferung durch Werksküche Frankfurt (Catering für Kitas und Schulen)
• Krippe um 11.30 Uhr, Kindergarten um 12.30 Uhr
• Täglich warmes und frisches Essen, saisonal und regional

Die Kinder essen in ihrem eigenen Gruppenraum zu Mittag.
Der Speiseplan wird nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zusammengestellt.

Snack am Nachmittag
• Kindergarten 14.30 Uhr, Krippe 15.00 Uhr
• Wöchentliche Lieferung durch REWE
• Täglich wechselndes Angebot

Praktikum und Ausbildung

Ein Praktikum kann jungen Menschen und Quereinsteigern helfen, zur eigenen persönlichen und beruflichen Identität zu finden.

„In katholischen Kindertageseinrichtungen engagieren sich die Mitarbeitenden in der Ausbildung des pädagogischen Personals.“ (KTK-Gütesiegel Rahmenhandbuch, QB Personal, Anforderung 3)

Praktikant/innen haben ebenso wie ausgebildete Fachkräfte das Recht und die Pflicht, sich auf Lernprozesse einzulassen. Es geht darum, Handlungen zu hinterfragen und neue Handlungsentwürfe fachkompetent zu entwickeln. Dazu brauchen sie feste Anleitungskräfte, die eine verlässliche und zuversichtliche Begleitung schaffen. Unsere Kindertageseinrichtung hält in jeder der 5 Gruppen ausgebildete Praxisanleiter vor, um eine lückenlose Praktikumsanleitung zu gewährleisten.

Dabei kommt der Anleitung und Beratung eine besondere Bedeutung zu im Hinblick auf:

• Ermunterung zum Ausprobieren
• Anleitung und Ermutigung zur Gesprächsführung mit Eltern
• Strukturierte Planung von Vorhaben
• Kritische Begleitung der Umsetzung
• Personen- und fachbezogene Auswertung von durchgeführten Projekten
• Durchdachte Neuplanung bei auftauchenden Schwierigkeiten
• Personen- und inhaltsorientierte Diskussion über den Erfolg / Misserfolg des Praktikums, aber auch Unterstützen des Selbstfindungsprozesses und Erwerb von Sicherheit

Praktika jeglicher Art werden in Kooperation mit der jeweiligen Schule terminiert, geplant und durchgeführt.

Uns ist es wichtig, dass die Eltern die Praktikant/innen als eine wichtige Unterstützung unseres Teams sehen und ihnen mit Respekt und Wertschätzung entgegentreten, da sie eventuell die Fachkräfte von morgen sind und das Praktikum sie auf den Erzieherberuf vorbereiten soll.

Mit der kontinuierlichen Ausbildung von Fachkräften sichern wir nicht zuletzt auch den Personalbestand der Einrichtung und versuchen früh, durch gute fachliche Anleitung zukünftige Pädagogen an unsere Kita zu binden.
Praktika jeglicher Art werden in Kooperation mit der jeweiligen Schule terminiert, geplant und durchgeführt.

Uns ist es wichtig, dass die Eltern die Praktikant/innen als eine wichtige Unterstützung unseres Teams sehen und ihnen mit Respekt und Wertschätzung entgegentreten, da sie eventuell die Fachkräfte von morgen sind und das Praktikum sie auf den Erzieherberuf vorbereiten soll.

Mit der kontinuierlichen Ausbildung von Fachkräften sichern wir nicht zuletzt auch den Personalbestand der Einrichtung und versuchen früh, durch gute fachliche Anleitung zukünftige Pädagogen an unsere Kita zu binden.
Mögliche Praktika in unserer Einrichtung:

• Freiwilliges Praktikum
• Schülerpraktikum
• Sozialassistenz (1. Abschnitt der Erzieherausbildung)
• Blockpraktika (im Rahmen der Erzieherausbildung)
• Berufspraktikum (letztes Jahr der Erzieherausbildung)