Eltern als Partner

Zur Kooperation und Partizipation mit Eltern finden Sie im Abschnitt Erziehungspartnerschaft mit Eltern nähere Informationen.

„Kinderbeteiligung bedeutet Mit- und Selbstbestimmung. Dem einzelnen Kind wird die Möglichkeit zur Gestaltung der eigenen Aktivitäten eingeräumt, soweit sich dies mit seinem und dem Wohl anderer vereinbaren lässt. Dabei können den Kindern eigene Verantwortungsbereiche übertragen werden. Sie lernen somit, Mitverantwortung zu übernehmen und leisten zudem einen Beitrag zur Verbesserung kindlicher Lebensräume, indem sie als Experten in eigener Sache agieren.“ (HBEP, 2007, S. 106)

Durch Partizipation können Kinder ihre emotionalen, sozialen und demokratischen Kompetenzen entwickeln und lernen, auch Verantwortung für sich, andere, das eigene Handeln und eigene Entscheidungen und die daraus folgenden Konsequenzen zu tragen.

In unserer Kindertageseinrichtung erhalten Kinder beispielsweise die Möglichkeiten, die Mahlzeiten mitzubestimmen. Sie werden in Projektplanungen und die Planung besonderer Aktivitäten einbezogen. Sie haben die Möglichkeit, den Morgen- oder Abschlusskreis mit eigenen Ideen zu gestalten, dürfen Wald- und Spielplätze selbst bestimmen, bestimmen die Gebete vor den Mahlzeiten und und und…

Durch verschiedene Tätigkeiten und Dienste lernen die Kinder unserer Kita schon früh, Verantwortung für andere mit zu übernehmen und etwas für die Gemeinschaft zu tun. Sie übernehmen Tisch- und Bücherdienste, helfen den Mitarbeiter/innen in der Ruhezeit der jüngeren Kinder und haben Patenschaften für jüngere Kinder.

„Kinder haben Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge, die für ihr Wohlergehen notwendig sind. Sie können ihre Meinung frei äußern. Ihre Meinung wird in den Angelegenheiten, die sie betreffen, in einer ihrem Alter und ihrem Reifegrad entsprechenden Weise berücksichtigt. Bei allen Kindern betreffende Maßnahmen öffentlicher Stellen oder privater Einrichtungen muss das Wohl des Kindes eine vorrangige Erwägung sein.“ (Charta der Grundrechte der EU, §24 I & II)

 

 

 

Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern

Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern bedingt gegenseitige Wertschätzung. Eltern sind Experten für ihr Kind, die pädagogischen Fachkräfte sind Experten für das Gruppengeschehen, welches pädagogische Konzepte, Vorgehensweisen und Strukturen beinhaltet. Neben gruppendynamischen Entwicklungen sehen wir auch jedes einzelne Kind mit seiner individuellen Entwicklung. Es ist wichtig, dass Eltern und Erzieher miteinander kooperieren und kommunizieren.

Sowohl Eltern als auch Erzieher verfolgen Erziehungsziele und versuchen, diese zu vereinbaren und gemeinsam zu erreichen. In konstruktiven Gesprächen suchen Eltern und Fachkräfte gemeinsam nach Lösungen.

Ziele der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft (orientiert am hessischen Bildungs- und Erziehungsplan HBEP 2014)
Bildungs- und Erziehungsvereinbarungen bzw. Verträge

• Gemeinsame Vereinbarungen aus Elterngesprächen / Entwicklungsgesprächen
• Übereinkommen über Konzeption und Hausordnung durch Abschluss des Betreuungsvertrages mit dem Träger der Kindertageseinrichtung Elterngespräche
• Informationsweitergabe durch Tür- und Angelgespräche, Aushänge, E-Mails, Elternbriefe
• Informationen durch Konzeption und Hausordnung
• Elternabende, Elternlounge
• Regelmäßige Entwicklungsgespräche
• Vertrags- und Aufnahmegespräche vor der Aufnahme in die Kita Mitbestimmung der Eltern
• Elternbeirat (gewählte Eltern aus allen Gruppen)
• Festorganisation, Basare, Flohmarkt, Adventskranzbinden, Adventsmarkt
• Aktionen und Unterstützung im Alltag
• Schließtage, Anregungen und Ideen für den Alltag
• Mitgestaltung des Verpflegungsangebotes
• Beschwerdemanagement Bildungspartnerschaft durch gemeinsames pädagogisches Handeln
• Organisation von Veranstaltungen und Programmen
• Interessentage, Projektbeteiligung, gemeinsame Gottesdienste
• Integration in unvollendete Alltagssituationen (z.B. Einbinden in das Spiel bei Abholsituationen) Stärkung der Elternkompetenz
• Elternbildung in Elterngesprächen
• Themen-Elternabende mit externen Referenten
• Netzwerk für Eltern, Informationen über Spiele und Bücher
• Breitgefächerte Informationen zur Elternbildung
• Unterstützungsangebote durch Informationen für Beratungsstellen Weiterentwicklung zu Kompetenzzentren
• Bereitstellung von räumlichen Ressourcen
• Offenheit für neue Kooperationen und Netzwerke