Gedenken heißt: An das Unrecht erinnern und Verantwortung in der Gegenwart übernehmen

Gedenken heißt: An das Unrecht erinnern und Verantwortung in der Gegenwart übernehmen

Gedenken heißt: An das Unrecht erinnern und Verantwortung in der Gegenwart übernehmen

# Neues aus Bergen-Enkheim

Gedenken heißt: An das Unrecht erinnern und Verantwortung in der Gegenwart übernehmen

Norbert Wied, Ewald Wirth und Cornelia Sammet von der Initiative Stolpersteine/ jüdisches Leben in Bergen-Enkheim, erinnerten mit zahlreichen Mitbürgern an der Gedenktafel der Verwaltungsstelle Bergen-Enkheim an die vor 84 Jahren deportierten 28 Bergen-Enkheimer jüdischen Glaubens.

Neben dem Stadtbezirksvorsteher Markus M. Graff nahm an der Gedenkstunde Angela Schmitt-Glaeser von den Grünen im Ortsbeirat 16 teil.

Mit dem Verlesen der Namen und der damit verbundenen Erinnnerung an unsere jüdischen Mitbürger, halten wir an jüdischer Tradition fest: "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name nicht mehr genannt wird."

Am 30. Mai und 05. September 1942 mussten die letzten 28 jüdischen Bürgerinnen und Bürger ihren Heimatort Bergen-Enkheim für immer verlassen. Vom Berger Rathaus ging der Weg zur Bahnstation Frankfurt Mainkur und dann mit dem Zug über Hanau, Fulda und Kassel direkt in die Konzentrationslager Theresienstadt und Sobibor von denen sie nicht mehr lebend zurückkehrten.

"Das Gedenken an jüdische Bürgerinnen und Bürger ist ein zentraler Pfeiler unserer lebendigen Erinnerungskultur. Indem wir an die Opfer des Nationalsozialismus und der Schoa erinnern, bewahren wir die historische Wahrheit und setzen ein klares Zeichen gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit."

"Das Gedenken ist auch zugleich eine Mahnung für die Gegenwart, denn eine verantwortungsvolle Erinnerungskultur lebt davon, dass wir uns aktiv für unsere demokratischen Werte und das friedliche Zusammenleben in unserer Gesellschaft einsetzen."

Im Anschluss wurden an der Stele am Bahnhof Mainkur von der Initiative Stolpersteine Blumen zur Erinnerung niedergelegt.

Cornelia Sammet

Fotos: Cornelia Sammet


Dies könnte Sie auch interessieren